Über weiche Trägermaterialien

On Soft Substrates

Warum unsere Diamantplatten nicht auf Stahl verklebt sind.

Die meisten Diamant-Schärfplatten auf dem Markt haben einen Stahlträger, auf dem die Diamanten gebunden sind. Unsere Diamantsteine, einschließlich der extragroßen Platte mit 200er Körnung, halten die Diamanten dagegen in einer dünnen Messingschicht auf einer Aluminiumbasis. Bei unseren ZenSharp-Karten sitzen sie auf einer PET-Folie. Darunter liegt ein dünner Stahlrücken, mit dem die Karte magnetisch auf einer präzisionsgefrästen Aluminiumbasis haftet. Das Trägermaterial, das die Diamanten hält, ist bei beiden Produkten weich. Die tragende Basis darunter besteht aus Aluminium.

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Ein hartes Trägermaterial zeigt nicht an, wenn der Benutzer etwas falsch macht. Er kann punktuell drücken, die Fase auf ihre Ecke stellen oder den Winkel während des Schleifzugs um einige Grad verändern, ohne dass die Platte etwas davon erkennen lässt. Das Schleifmittel scheint seine Arbeit zu tun. Tatsächlich verlieren jedoch sowohl die Diamanten als auch die Klinge durch den ungleichmäßigen Kontakt Material. Beim nächsten oder übernächsten Schärfen ist die Schneide stumpfer als erwartet, oder auf der Platte zeigt sich ein Streifen, in dem eine Reihe Diamanten fehlt.

Ein weiches Trägermaterial gibt geringfügig nach, höchstens um Mikrometer. Dieses Nachgeben hinterlässt Spuren davon, wie der Benutzer die Platte belastet. Zu hoher punktueller Druck auf einer ZenSharp-Karte reißt die PET-Folie ein. Bei Belastung über die Kante eines Diamantsteins hinaus entstehen Spuren in der silberfarbenen Deckschicht. Die Diamanten darunter bleiben unbeschädigt und die Arbeitsfläche bleibt plan. Doch die sichtbaren Spuren zeigen dem Benutzer, was er getan hat.

Das Nachgeben hat auch Nachteile. Weil das Trägermaterial unter der Arbeit leicht ausweicht, wird die Fase im Mikrometermaßstab geringfügig konvex. Wir haben das gemessen. Bei üblichen Körnungen spielt es keine Rolle. Wiederholt starke Belastung auf einer Klingenecke kann bei einer ZenSharp-Karte die PET-Schicht vom Stahlrücken abscheren. Die Karte ist dann unbrauchbar. Die Basis bleibt unbeschädigt und nimmt eine neue Karte auf.

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Der andere Grund gegen Stahl ist die Ebenheit. Stahl verformt sich bei der Bearbeitung und bei der Wärmebehandlung. Ein Stahlträger, der bis auf wenige Mikrometer plan bleiben soll, muss nach der Wärmebehandlung geschliffen, mit einer separat vorbereiteten Schleifschicht zusammengebracht und so verklebt werden, dass die Ebenheit erhalten bleibt. Die meisten Hersteller von Diamantplatten mit Stahlträger führen diesen Prozess nicht durch. Die Ebenheitsangaben auf der Verpackung beschreiben, was der Träger bei diesen Arbeitsschritten einhalten würde. Die ausgelieferten Platten weichen stärker ab.

Nach dem Abbau innerer Spannungen hält Aluminium engere Toleranzen ein und bleibt über die Zeit stabiler. Für beide Produkte fräsen wir die Basen aus Aluminium. Die Diamantschicht wird getrennt davon vorbereitet und erst aufgebracht, wenn die Basis fertig ist: bei den Diamantsteinen eine Messingfolie mit Diamanten, bei den ZenSharp-Karten eine auf dünnen Stahlrücken geklebte PET-Folie. Bei beiden trifft die Fase auf ein weiches Trägermaterial, das auf Aluminium sitzt. Die Ebenheit der Arbeitsfläche kommt vom Aluminium.

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Diamantplatten erreichen ihr Lebensende auf zwei Arten.

Eine Platte mit Stahlträger fällt bei normalem Gebrauch oft aus, weil in einem Streifen Diamanten fehlen oder weil sie nach zu hohem Druck schneller als erwartet stumpf wird. Sie wird ersetzt, bevor die Diamanten verbraucht sind.

Eine Platte mit weichem Trägermaterial erreicht ihr Ende durch Verschleiß. Bei richtiger Anwendung runden sich die Diamantspitzen allmählich ab. Der Abtrag lässt so langsam nach, dass der Benutzer es kommen spürt. Bei ZenSharp folgt dann eine neue Karte. Bei den Diamantsteinen ist damit diese Körnung aufgebraucht.

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Das Trägermaterial hält die Diamanten. Zugleich lässt sich an ihm ablesen, wie die Arbeit verläuft.

1 Kommentar

Got mine today. Realy looking forward to use it!

Tomas Bergstedt

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